In den Kinderszenen offenbart sich jene Anmut, jene immer das Richtige treffende Naivität, jener geistige Zug, der uns bei Kindern oft so eigentümlich berührt und, während ihre Leichtgläubigkeit uns ein Lächeln entlockt, uns zugleich durch die Scharfsinnigkeit ihrer Fragen in Verlegenheit setzt ein Zug, der auch bei den Kulturanfängen der Völker zu finden ist und jenen Ton phantasievoller Einfalt bildet, welcher die Lust am Wunderbaren weckt.
Franz Liszt

Letzte Saison haben wir gemeinsam mit Michael Schöch einen neuen Zyklus begonnen – Universum Schumann. Im Laufe von drei Jahren (Saisonen) werden sein Leben, sein Werk und die Auswirkungen betrachtet und hörbar gemacht. Am Vortag des Konzertabends gibt es einen Salon, der dem Publikum die Möglichkeit gibt, im Gespräch mit dem Künstler einen tieferen Einblick in die Musik, die Lebensumstände, die musikalischen Veränderungen und Erneuerungen zu erhalten.
Im Zentrum dieses Abends stehen die bekannten Kinderszenen, op. 15. Und daß ich es nicht vergesse, was ich noch komponiert. War es wie ein Nachklang von deinen Worten einmal, wo du mir schriebst, ich käme dir auch manchmal wie ein Kind vor kurz, es war mir ordentlich wie im Flügelkleide, und hab ich da an die 30 kleine putzige Dinger geschrieben, von denen ich etwa zwölf ausgelesen und ‘Kinderscenen’ genannt habe. Du wirst Dich daran freuen… Robert Schumann an Clara Schumann

Michael Schöch – Klavier