Für den Erhalt der Haller Kulturszene:
nein zu #HALLbiert

Kurz vor Jahresende wurde in der Gemeinderatssitzung der Stadt Hall vom 12.12.2023 eine 50%ige Kürzung der Subventionen für in Hall tätige Kulturbetriebe und Kulturschaffende beschlossen. Das betrifft sämtliche Theaterprojekte wie die Haller Gassenspiele, das Theater Szenario, das Theater im Sudhaus im Lobkowitz und Kultureinrichtungen wie das Kulturlabor Stromboli, die Galerie St. Barbara, das Literaturfestival Sprachsalz, die Saitenspiele, den BurgSommerHall und zahlreiche weitere Initiativen; auch alle Haller Traditionsvereine sind davon nicht ausgenommen. All diese Kulturinitiativen sorgen seit Jahrzehnten mit viel Engagement, Sorgfalt und Kompetenz für ein zeitgemäßes, aktives und reges Kulturleben in der Stadt Hall mit einem vielfältigen kulturellen Angebot für alle Generationen, für Einheimische und Gäste. Hall ist für seine kulturelle Vielfalt weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus bekannt. Die vielseitige Kulturlandschaft trägt wesentlich zur Lebensqualität, zur Zukunftsfähigkeit und zur demokratischen Verfasstheit der Gemeinde bei. Kultureinrichtungen sind ein zentraler Teil des Gemeinwesens, sie schaffen Räume für Austausch und gesellschaftlichen Zusammenhalt und erfüllen damit eine wichtige und unterstützenswerte Aufgabe in jeder Gemeinde. Kulturbetriebe sind aber auch ein nicht zu unterschätzender Wirtschafts- und Standortfaktor, jeder in sie investierte Cent kommt mehrfach in die Stadt zurück.

Die nun beschlossenen Kürzungen setzen all dies aufs Spiel, ohne dadurch eine nennenswerte Entlastung für den Finanzhaushalt der Stadt zu erzielen. Für die meisten Initiativen bedeuten sie das Aus. So sind die Gassenspiele, der BurgSommerHall, das Literaturfestival Sprachsalz sowie die Saitenspiele mit den reduzierten Budgets nicht mehr umsetzbar. Der Fortbestand des Theaters im Sudhaus, des Kulturlabor Stromboli sowie der Galerie St. Barbara ist in Gefahr. Bereits jetzt arbeiten wir unter prekären Bedingungen und können keine weiteren Einschnitte mehr verkraften.

Obwohl die Subventionen der Stadt Hall trotz der enorm hohen Inflation in den letzten Jahren nie erhöht wurden, was de facto einer Kürzung gleichkommt, konnten sich die Vereine stets auf die Stadt als zuverlässige Partnerin verlassen. Planungssicherheit und Handschlagqualität sind auch für Kulturbetriebe, die Programme und Aktivitäten langfristig planen und finanzieren müssen, unerlässlich.

Die beschlossenen Kürzungen stehen in keinem Verhältnis zur jahrzehntelangen Aufbauarbeit der Haller Kulturvereine, die damit mit einem Schlag zunichtegemacht wird. Wir appellieren daher dringend an die politisch Verantwortlichen der Stadt Hall, diese gravierenden Einschnitte rückgängig zu machen und den Kulturbereich mit ausreichenden, der Teuerung entsprechenden Mitteln zu bedecken.

Erst-Unterstützer:innen
Gregor Bloéb, Michael Buchinger, Cordula Bürgi, Manu Delago, Gerti Drassl, Roland Düringer, Thomas Feuerstein, Therese Fiegl, Franz Fischler, Franzobel, Martin Fritz, Beat Furrer, Irene Girkinger, Markus Hinterhäuser, Barbara Hundegger, Peter Paul Kainrath, Markus Koschuh, Thomas Maurer, Doris Mitterbacher (Mieze Medusa), Ernst Molden, Tobias Moretti, Beate Palfrader, Martin Plattner, Marco Pogo, Gerhard Polt, Patrick Pulsinger, Ilija Trojanow, Helga Rabl-Stadler, Manuel Rubey, Michael Seeber, Dirk Stermann, Siljarosa Schletterer, Angelika Schopper, Elisabeth Schweeger, Hopkinson Smith, Ursula Strauss, Andreas Vitásek, Gerald Votava, Hans Weigand, Franz Adrian Wenzl (Austrofred), Harald Windisch, Die Well Brüder ausm Biermoos, 5/8erl in Ehr‘n

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