Einer der tragischsten Defekte des menschlichen Wesens ist seine große Kapazität des Vergessens, wie uns Milan Kundera in seinem Werk “Das Buch des Lachens und Vergessens” erinnert: „die Ermordung Allendes überschattete bald die Erinnerung an die russische Invasion Böhmens, das blutige Massaker in Bangladesch ließ Allende vergessen, der Krieg in der Wüste Sinai übertönte das Weinen von Bangladesch, das Massaker in Kambodscha ließ den Sinai vergessen, und so weiter und so fort, bis alles von allen völlig vergessen sein wird.“ 
Jordi Savall

Seit seinen musikalischen Anfängen in den späten 60er und frühen 70er Jahren beschäftigt sich Jordi Savall mit der vielfältigen spanischen Musiktradition im multikulturellen und religiösen Kontext. Im Zentrum seiner musikalischen Suche stehen der Dialog und das Verbindende der Kulturen. Mit der Sprache der Musik, einem Dialog der Seelen zwischen Musik, Musikern (verschiedenster Herkunft und Kultur) und dem Publikum werden mit der Macht der Musik geistige und spirituelle Brücken wieder aufgebaut.

Hespèrion XXI
Orit Atar (Israel), Gürsoy Dinçer (Türkei), Aikaterini Papadopoulou (Griechenland) – Gesang
Moslem Rahal – Ney
Haïg Sarikouyoumdjian – Duduk
Yurdal Tokcan – Oud
Hakan Güngör – Kanun
Dimitri Psonis – Santur & Moresca
David Mayoral – Schlagzeug
Ltg: Jordi Savall – Vièle à archet, Lyra