Der zweite „Streichquartett“-Abend ist ausschließlich der Musik Dmitri Schostakowitschs (1906-1975) gewidmet. Er ist einer der größten russischen Komponisten des 20. Jahrhunderts und hat – wie auch Schubert – insgesamt 15 Streichquartette, jedoch nur ein Klavierquintett verfasst. Es entstand kurz bevor Hitler in Russland einfiel, ein Jahr später folgte die Leningrader-Symphonie. Mit oder bzw. durch das Quintett gewann Schostakowitsch, der bei Stalin in Ungnade geraten war und westlicher Dekadenz bezichtigt wurde, seinen guten Ruf (und seine Arbeitsmöglichkeiten) zurück.

Er erhielt den „Stalin-Preis 1. Klasse“. In der Pravda stand: Schostakowitsch fand die lyrische Lösung für eine sehr wichtige künstlerische Aufgabe der Gegenwart: den inneren Reichtum einer großen Persönlichkeit wahrheitsgetreu, aufrichtig und mitreißend darzustellen. Sein 9. Streichquartett schrieb Schostakowitsch 1964, er widmete es seiner dritten Frau Irina Antonovna. Eigentlich wollte er ein einfaches, eher kindliches Werk schreiben, entstanden ist ein Stück von symphonischer Fülle. Auch hier gibt es, wie in vielen seiner Werke, Anklänge an Bach. Ein wunderbar intensiver Abend.

Besetzung:
Igor Levit – Klavier
Hagen Quartett
Lukas Hagen, Rainer Schmidt – Violinen
Veronika Hagen – Viola
Clemens Hagen – Violoncello

Programm:
Streichquartett Nr. 9, op. 117 (1964)
24 Präludien und Fugen, op. 87 (1950/51): Auszug
Klavierquintett, op. 57 (1940)

Corona-Info

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Leider müssen wir derzeit auf Folgendes verzichten:

- Pause (Konzertdauer ca. 70 Minuten)

- Bewirtung vor und nach dem Konzert

- Garderobe bis höchstwahrscheinlich Dezember