Wie sehr sich Künstler gegenseitig beeinflussen und wie wichtig Vorbilder für die Entwicklung eines ganzen Genres sind, zeigt das Quatuor Mosaïques mit dem Streichquartett A-Dur KV 464 von Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethovens Streichquartett A-Dur op. 18/5 und nicht zuletzt Robert Schumanns Streichquartett A-Dur op. 41/3.

Haydn gilt als Vater des klassischen Streichquartetts, ihm sind die Sechs Haydn-Quartette gewidmet, wovon KV 464 eines ist. Für Mozart sind sie Frucht einer langen, mühsamen Arbeit. Beethoven betrachtete dieses Quartett als Vorlage für sein eigenes op. 18 Nr. 5. Er meinte: Das ist ein Werk! Da sagte Mozart der Welt: Seht, was ich machen könnte, wenn für euch die Zeit gekommen wäre! Op. 18 Nr. 5. ist eine direkte und bewusste Hommage an Mozart. Schumann, als Jüngster, studierte im Frühjahr 1842 intensiv die Quartette Haydns, Mozarts und Beethovens, bevor er in sechs Wochen op. 41 skizzierte, ausarbeitete und die Werke seinem Freund Felix Mendelssohn-Bartholdy in inniger Verehrung widmete. Sie sollten seine einzigen Streichquartette bleiben.

Es gibt wohl keine besseren Interpreten für diese Musik als das Quatuor Mosaïques. 1985 aus dem Umfeld Nikolaus Harnoncourts Concentus Musicus Wien entstanden, gehört es seit vier Jahrzehnten zu den bedeutendsten Interpreten der historischen Aufführungspraxis.

Quatuor Mosaïques
Erich Höbarth – Violine
Andrea Bischof – Violine
Anita Mitterer – Viola
Christophe Coin – Violoncello

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