musik+ ist aus der Arbeit der Galerie St. Barbara entstanden, die im September 2018 ein großes Jubiläum feiert: 50 Jahre. Darauf freuen wir uns schon sehr und geben bereits in dieser Saison richtungsweisende Impulse. Die erste Veränderung ist der Verzicht auf einen Leitsatz. 2017/18 halten wir uns an den Gedanken E.T.A. Hoffmanns: Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an. Die Musik schließt dem Menschen ein unbekanntes Reich auf, eine Welt, die nichts gemein hat mit der äußern Sinnenwelt, die ihn umgibt und in der er alle bestimmten Gefühle zurücklässt, um sich einer unaussprechlichen Sehnsucht hinzugeben.

Im Mittelpunkt stehen Komponisten, Interpreten und Menschen, die uns die unendliche Schönheit, Kraft und Poesie dieser wundervollen Kunstform eröffnen, uns verzaubern, berühren ver- und entführen – vielleicht auch verstören. Wir werden die Gelegenheit haben, mit vielen jungen wie auch berühmten Künstlern – von u.a. Nicolas Achten, Julie Fioretti über Elisabeth Hubmann, Elias Praxmarer, Joseph Trafton, Alexander Melnikov bis hin zu Hopkinson Smith, Philippe Herreweghe und René Jacobs – eines vom Kostbarsten heute zu teilen: gemeinsame Zeit.

Der Interpretation, Fundament künstlerischer Auseinandersetzung, widmen wir uns seit drei Editionen intensiver – sowohl in einzelnen Konzerten als auch in Salons. Gemeinsam mit den Musikern ist ein eindringliches Betrachten von Werken, Epochen sowie Gedanken möglich. Neben dem neuen Zyklus Universum Schumann (Do 11.01. & Di 29.05.2018) mit den Salons jeweils am Vortag des Konzerts, erzählt René Jacobs über seine Verbindung zu Franz Schubert (Fr 16.03.2018, Konzert Sa 17.03.2018).

Ein wichtiger Teil unserer Arbeit war schon immer, junge Menschen zu unterstützen, das ist heute wesentlicher denn je. Zukunft.Musik ist für noch in Ausbildung oder gerade am Beginn ihrer Karriere stehende junge Künstler ein professionelles Podium abseits der Star- und Sternchenkultur.

Tiroler Musikern widmet musik+ heuer fünf Abende. Zu Beginn mit Werken von Johann Zach, Michael Schöch eröffnet 2018 den Zyklus Universum Schumann – den er mit Freunden, Kollegen und Schülern gestalten wird. Das cedag quartett beschäftigt sich mit Dmitri Schostakowitsch und Musik, die unter lebensgefährlichen Bedingungen verfasst wurde (Di 17.04.2018).

Neben Alter Musik auf nachgebauten Instrumenten (Anne Marie Dragosits – Cembalo, Virginal; Hopkinson Smith – Laute) werden Kompositionen unserer Zeit in den nächsten Jahren vermehrt zu hören sein. Den Auftakt macht das österreichische Ensemble PHACE mit einer Tiroler Erstaufführung von Christof Dienz.

Zu vielen Veranstaltungen gibt es .daneben – eine Reihe von und mit Gerhard Crepaz und Gästen – als Einstimmung vor den Konzerten.

In diesem Sinne – lassen wir die Musik sprechen.
Hannah Crepaz und Team